Ratgeber · Immobilienkauf

Nebenkosten und Förderungen richtig einplanen.

Zum Kaufpreis kommen Steuern, Grundbuch, Vertrag und häufig Finanzierungskosten. Gleichzeitig können Bundes- und Landesförderungen die Planung unterstützen – wenn sie rechtzeitig geprüft werden.

Kaufnebenkosten vollständig erfassenFörderung vor Projektstart prüfenReserve separat einplanen

Die wichtigsten Kaufnebenkosten

Bei einem entgeltlichen Immobilienkauf fallen in Österreich regelmäßig mehrere Kostenblöcke an. Die genaue Höhe hängt vom Geschäft, Vertrag, Pfandrecht und einer möglichen Vermittlung ab.

  • Grunderwerbsteuer: in der Regel 3,5 Prozent des Kaufpreises
  • Grundbuchseintragung des Eigentums: grundsätzlich 1,1 Prozent
  • Eintragung eines Pfandrechts: grundsätzlich 1,2 Prozent vom Wert des Pfandrechts
  • Vertragserrichtung, Beglaubigung, Treuhand und gegebenenfalls Maklerkosten

Beispiel: Warum der Kaufpreis nicht das Gesamtbudget ist

Bei 400.000 Euro Kaufpreis ergeben allein 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer und 1,1 Prozent Grundbuchsgebühr rechnerisch 18.400 Euro. Dazu können Pfandrechtsgebühr, Vertrag, Beglaubigung, Treuhand, Vermittlung und unmittelbare Investitionen kommen. Befreiungen oder Sonderfälle müssen individuell geprüft werden.

Wohnbauförderung ist Ländersache

Förderhöhe und Voraussetzungen unterscheiden sich nach Bundesland, Haushaltsgröße, Einkommen, Gebäudeart, Energiequalität und Nutzung. Möglich sind unter anderem Darlehen, Zuschüsse oder Zinsenzuschüsse für Kauf, Neubau und Sanierung. Maßgeblich ist immer die aktuell zuständige Förderstelle des Bundeslands.

Sanierungsförderung 2026

Die österreichische Sanierungsoffensive unterstützt bestimmte thermische Sanierungen und Heizungstauschmaßnahmen. Laut oesterreich.gv.at kann die Gesamtförderung bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten betragen; Anträge sind budgetabhängig und längstens bis 31. Dezember 2026 möglich. Eine Kombination mit Landesförderungen kann zulässig sein.

Die richtige Reihenfolge

Förderungen sollten vor Auftrag, Baubeginn oder verbindlicher Bestellung geprüft werden. Manche Programme verlangen eine Registrierung oder Förderzusage vor dem Start. Kredit und Förderung müssen außerdem zeitlich zusammenpassen, weil eine Förderung nicht automatisch sofort ausbezahlt wird.

  • Bundesland und konkrete Förderstelle bestimmen
  • Voraussetzungen und Fristen prüfen
  • Energieausweis und Kostenschätzungen vorbereiten
  • Auszahlungszeitpunkt in der Finanzierung berücksichtigen

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Nebenkosten beim Immobilienkauf?+

Es gibt keine einzige pauschale Zahl. Bereits Grunderwerbsteuer und Eigentumseintragung betragen im Regelfall zusammen 4,6 Prozent des Kaufpreises; weitere Kosten hängen unter anderem von Finanzierung, Vertrag und Vermittlung ab.

Kann ich Nebenkosten mitfinanzieren?+

Das ist abhängig von Bonität, Objektwert, Sicherheiten und Bank. Da die Beleihungsquote am Immobilienwert anknüpft, sind ausreichend Eigenmittel für Nebenkosten in vielen Fällen besonders wichtig.

Welche Wohnbauförderung gilt für mich?+

Das richtet sich nach dem Bundesland und dem konkreten Vorhaben. Die aktuellen Landesstellen und Programme sind über oesterreich.gv.at verlinkt; Voraussetzungen sollten vor Projektstart geprüft werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Die fachlichen Angaben wurden anhand folgender offizieller österreichischer Quellen geprüft:

Stand: 8. August 2026. Förderungen, Bankkonditionen und rechtliche Rahmenbedingungen können sich ändern. Die Informationen ersetzen keine individuelle Kredit-, Rechts- oder Steuerberatung.

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